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Viele Ideen für ein Zusammenleben in Vielfalt

„Offenheit für Unbekanntes“, „Verständnis haben für andere Meinungen“, „Ein Dach für alle“ – das waren nur einige Wünsche, die auf einem öffentlichen Aktionstag zum Thema Inklusion geäußert und auf bunten Plakaten festgehalten wurden. Der Aktionstag am 5. Mai, dem europäischen Protest-Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, wurde von der AWO Bremen in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting und dem Bürger- und Sozialzentrum Huchting veranstaltet und von der Aktion Mensch gefördert.

Trotz ungemütlichen Mai-Wetters machten viele Interessierte bei den bunten Ständen vor dem Huchtinger Roland-Center Halt und ließen sich von den vielfältigen Aktionen und Menschen begeistern. „Was stellen wir uns unter einem Zusammenleben in Vielfalt vor?“ war die Frage des Tages. Gestellt wurde sie von Jan und Luigi – zwei als Kellner verkleideten Schauspielern, die humorvoll durch das Programm führten. Beantwortet wurde die Frage unter anderem von Christian Schlesselmann, Ortsamtsleiter in Huchting: „Wichtig ist, dass wir uns beachten und achten, dass man die Unterschiedlichkeit der Menschen annimmt und sich gegenseitig wertschätzt“, so Schlesselmann. Auch die anderen Eröffnungsredner, der Bürgerschaftsabgeordnete Sükrü Senkal und der erste Vorsitzende des Bürger- und Sozialzentrums Huchting, Uwe Martin, betonten, wie wichtig ihnen ein Zusammenleben in Vielfalt ist. Auf bunten Plakaten, mit denen im Anschluss ein Bauzaun in Huchting gestaltet wird, hielten Passanten, Klientinnen und Klienten aus psychosozialen Einrichtungen der AWO Bremen sowie Betreuerinnen und Betreuer ihre eigenen Vorstellungen fest. „Die Resonanz bei dieser Kunstaktion ist toll“, sagte Barbara Hof vom Kulturladen Huchting, die den Stand betreute. In verschiedenen Sprachen kamen die unterschiedlichsten Ideen für eine inklusive Stadt zusammen. Für Neele Buchholz, Tänzerin beim inklusiven Tanzprojekt „tanzbar_bremen“ stand fest: „Miteinander tanzen ist gut für das Zusammenleben.“ Zum Beweis zeigten sie und ihre Mitstreiterin Corinna Mindt Tanztheater vom Feinsten: Mit rosa Koffern und Regenschirmen ausgestattet, legten sie ein fröhliches und leidenschaftliches Tanz-Duett auf´s Parkett, das viele Passanten zum Verweilen einlud.

Viele zum Mitmachen animierende Aktionen

Selber das Tanzbein zu schwingen und dabei mit Menschen in Kontakt zu kommen, gehörte auch zum Programm des Aktionstages: Die Tanzgruppe aus Meybohms Hof, einer gerontopsychiatrisichen Einrichtung der AWO Bremen, lud Passanten zum Mitmachen ein und vermittelte dabei erste Rumba-Schritte. Musikalisch wurde der Aktionstag von dem interkulturellen Stadtteilorchester „insan...popular“ sowie „Rados Kaffeehausmusik“ bereichert. Trommelgruppen von Schulen aus dem Stadtteil sorgten ebenfalls für Stimmung. Auch das kulinarische Angebot lockte viele Besucherinnen und Besucher an. Die internationale Kochgruppe des AWO-Übergangswohnheims Wardamm tischte ein schmackhaftes Buffet auf. Bei der Standbetreuung halfen Klientinnen und Klienten aus verschiedenen Einrichtungen der AWO Bremen. „Wir sind immer daran interessiert, andere Dinge kennenzulernen – über das Essen geht das besonders gut“, so ein Ehepaar aus Grolland, das sich nicht nur die internationalen Speisen schmecken ließ, sondern auch mit anderen Menschen ins Gespräch kam.

Inklusion in Köpfen und Herzen bewegt

Trotz des kalten Wetters gab es bei dem bunten Programm viele Kontakte und einen guten Austausch über das Thema „Zusammenleben in Vielfalt“. „Vielfalt bereichert das Zusammenleben – wenn alle mitmachen und ihre Stärken und Talente miteinander teilen, schaffen wir es, etwas zu verändern“, so Gunnar Zropf, Mitarbeiter des Inklusionsprojekts der AWOIntegra gemeinnützige GmbH und Organisator des Aktionstages am 5. Mai. Die gute Atmosphäre, die vielfältigen kulturellen Beiträge – und der tolle Einsatz vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben während des Aktionstages dazu beigetragen, dass das Thema Inklusion in den Köpfen und Herzen vieler Menschen bewegt wurde.

 

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