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Die "Universität der 3. Generation" – Bildung in der dritten Lebensphase

Für alle Wissensdurstigen ist im vielfältigen Herbstsemester-Programm 2017 etwas dabei. Von September bis Dezember können Seniorinnen und Senioren aus einem breiten Themenspektrum und einer Vielzahl von Kursen, Vorträgen und Führungen wählen. Das in Deutschland einmalige Modellprojekt der AWO Bremen „von und für ältere Menschen“ ging im Frühjahr 2012 mit neuer Ausrichtung an den Start und ist mit über tausend Studierenden wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft in Bremen. Schirmherr ist der renommierte Bremer Wissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel. 

Wer Neues lernen und geistig fit bleiben möchte, kann im Herbstsemester 2017 der „Universität der 3. Generation“ bereits zum zwölften Mal in Folge aus dem Vollen schöpfen. Das abwechslungsreiche Programm mit Vorträgen, Kursen und Exkursionen gliedert sich in fünf Themenbereiche.

Breites Angebot mit vielen aktuellen Bezügen

Mit einer Lesung und Diskussion zum Thema "68 – Täterkinder und Rebellen" startet das Herbstsemester am 5. September mit der Geschichte einer rebellischen Generation, die zwischen Geschichtslast und Geschichtslosigkeit nach neuen Wegen suchte. Im Anschluss – 10 Tage vor der Bundestagswahl – geht es in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung um politische Kommunikation und das hochaktuelle Thema des Wahlkampfes im Netz. Der Sozialwissenschaftler Rolf Prigge beschäftigt sich in seinem Vortrag "(K)Eine Zeit für Gerechtigkeit" am 16. Oktober mit der Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit in Deutschland. Das sind nur drei von insgesamt elf interessanten Veranstaltungen unter dem Themenschwerpunkt "Politik und Gesellschaft".

Aber auch in den Wissensgebieten „Wissenschaft und Technik“, „Kunst und Kultur“ oder „Computer und Internet“ gibt es zahlreiche Programmhighlights: Am 2.11.2017 wird der Standortleiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche intelligenz, Prof. Dr. Frank Kirchner, unter dem Titel "Was ist Science Fiction, was Fakt?" über Robotik und künstliche Intelligenz referieren. Kunstinteressierte können sich auf eine Viezahl Veranstaltungen freuen: darunter Besuche der Max-Beckmann-Ausstellung in der Kunsthalle Bremen und der Ausstellung "Schlaf – Eine produktive Zeitverschwendung" im Paula-Becker-Modersohn-Museum. Musikvorträge, die Auftaktveranstaltung zum Literatutfestival Globale und ein gemeinsamer Besuch des Theaterstücks „Amerika" nach Franz Kafka im Theater Bremen gehören neben vielen anderen Veranstaltungen zum facettenreichen Angebot.

In der beliebten Rubrik „Bremer Einblicke“ werden wieder Orte besucht, die sonst seltener im Blickpunkt stehen: Am 25.9.2017 etwa gibt das älteste industrielle Familienunternehmen Bremens, Geo. Gleistein & Sohn, Einblicke in die klassische und moderne Seilherstellung. Daneben werden u.a. Führungen im Ratskeller, im Mercedes Benz Werk Bremen und dem neuen Klinikum Bremen-Mitte angeboten.

Lernen und geistig fit bleiben ohne Leistungsdruck

"Neue Eindrücke und Impulse machen Spaß, erfrischen uns und regen Lernen und Entwicklung an“, so Projektleiter Bruno Steinmann. Der 34-jährige Kulturwissenschaftler erschließt sich leidenschaftlich gern neue Welten. „Das will ich auch den Interessierten unserer „Uni der 3. Generation“ bieten, ganz entspannt und ohne Leistungsdruck“, ergänzt der vielseitig interessierte und gut vernetzte Bremer.

Teilnehmerzahlen weiter auf hohem Niveau

Seit dem Neustart der „Universität der 3. Generation“ im Frühjahr 2012 wuchs die Teilnehmerzahl jedes Semester. Bis Herbstsemester 2017 stieg die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf über 1000. Für Projektleiter Bruno Steinmann steht fest: „Unser Zielpublikum nimmt die Veranstaltungsangebote, die wir unterbreiten, sehr gut an. Das ist ein großes Kompliment an unser Projekt und vor allen Dingen an das Engagement unserer Dozentinnen und Dozenten“. Denn die „Universität der 3. Generation“ gibt kompetenten Menschen die Gelegenheit, den eigenen wertvollen Wissensschatz, auf ehrenamtlicher Basis weiter zu geben. Erfahrungen und Interessen können auf diese Weise weiter genutzt werden und sind Antriebsfeder für bürgerschaftliches Engagement. Wer sich als Dozentin oder Dozent einbringen möchte, ist stets sehr willkommen.

Ähnliche Konzepte für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase, die Interesse haben, sich auf hohem Niveau weiterzubilden, gibt es bereits in Polen, Spanien und Frankreich. In Deutschland ist diese Form einer „Universität der 3. Generation“ einzigartig. Gefördert wird sie vom AWO Kreisverband Hansestadt Bremen e.V., dem Verein Aktive Menschen Bremen e.V. (AMeB) und der Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe. Es gibt zahlreiche Kooperationspartner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, wie das Haus der Wissenschaft, die Bremer Kunsthalle, die Stadtbibliothek Bremen, die Bremer Volkshochschule, die ULE – Umwelt-Lernwerkstatt und viele mehr.

Ein Artikel des Online-Magazins der Deutschen Fernsehlotterie, den Sie hier herunterladen können, vermittelt Ihnen einen guten Einblick in das Bildungsprojekt für ältere Menschen.

Besonders anschaulich wird das Projekt durch einen Kurzfilm, den Sie hier ansehen können.

Das Herbstsemester-Programm 2017 können Sie hier ab dem 15. August herunterladen, bzw. kostenlos telefonisch oder per Mail anfordern.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und wünschen ihnen viel Freude mit dem vielfältigen Angebot.

Kontakt:
Bruno Steinmann, Projektleitung „Universität der dritten Generation“
Telefon 0421–79 02–57
E-Mail: uni-der-dritten-generation[at]awo-bremen.de

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