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Die "Universität der 3. Generation" – Bildung in der dritten Lebensphase

Für alle Wissensdurstigen ist im vielfältigen Sommersemester-Programm 2016 etwas dabei. Von März bis Juli können Seniorinnen und Senioren aus einem breiten Themenspektrum und einer Vielzahl von Kursen, Vorträgen und Führungen wählen. Das in Deutschland einmalige Modellprojekt der AWO Bremen „von und für ältere Menschen“ ging im Frühjahr 2012 mit neuer Ausrichtung an den Start und ist mit vielen hundert Studierenden inzwischen wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft in Bremen geworden. Schirmherr ist der renommierte Bremer Wissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel. 

Wer Neues lernen und geistig fit bleiben möchte, kann im Sommersemester 2016 der „Universität der 3. Generation“ bereits zum neunten Mal in Folge aus dem Vollen schöpfen. Das abwechslungsreiche Programm mit Vorträgen, Kursen und Exkursionen gliedert sich in fünf Themenbereiche.

Auftaktveranstaltung zum Klimawandel im Wall-Saal

Als eines der Highlights des kommenden Semesters darf ohne Zweifel die Auftaktveranstaltung „Der globale Ozean und das Pariser Abkommen zum Klimaschutz“ bezeichnet werden. Professor Dr. Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven wird in seinem Vortrag auf die bedeutende Rolle der Ozeane eingehen und von den Verhandlungen in Paris im letzten Dezember berichten. Durch seine Funktion im Weltklimarat und als Mitverfasser des Weltklimaberichtes, lieferte er die wissenschaftlichen Grundlagen für das Klimaabkommen und war als Beobachter vor Ort. Die Veranstaltung beginnt am 6. April um 16 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek Bremen.

Breites Angebot mit vielen aktuellen Bezügen

Die Themen Migration und Flucht bilden im neuen Semester erneut einen Schwerpunkt unter den Veranstaltungen. Die prominent besetzte Podiumsdiskussion „Solidarität statt schwarzer Null – Zusammenhalt in Bremen gestalten“ sowie die Vorträge „Flucht – Die große Frage für Europa“ und „Europa – Neue Heimat für Flüchtlinge?“ beschäftigen sich mit der aktuellen Situation Geflüchteter in Deutschland und Europa. Die Podiumsdiskussion „55 Jahre Migration – Erfahrungen und Einschätzungen“ rückt die Migration nach Deutschland in der Vergangenheit in den Fokus. Weitere Vorträge über den Spanischen Bürgerkrieg und über Schweißerinnen beim Bremer Vulkan runden das Angebot im Themenfeld „Politik und Gesellschaft“ ab.

In der beliebten Rubrik „Bremer Einblicke“ finden Interessierte unterschiedlichste Führungen und Exkursionen. Bekannte und weniger bekannte Orte der Hansestadt lassen sich auf diese Weise neu entdecken, z.B. die Mühle am Wall, die Getreideverkehrsanlage in Gröpelingen oder die Sendeanstalt von Radio Bremen. Ein breites Themenspektrum bietet der Bereich „Kunst & Kultur“. Vorträge über klassische Musik, Kunst und Literatur sowie ein gemeinsamer Opernbesuch gehören neben vielen anderen Veranstaltungen zum vielfältigen Angebot. In der Rubrik „Wissenschaft und Technik“ erwartet Sie die Auftaktveranstaltung zum Klimawandel, ein Vortrag über Robotik im Weltall und archäologische Forschung in Bremen-Nord. Ganz praxisorientiert unterstützen Computerkurse Anfänger wieder beim Umgang mit PC und Internet.

Lernen und geistig fit bleiben ohne Leistungsdruck

"Neue Eindrücke und Impulse machen Spaß, erfrischen uns und regen Lernen und Entwicklung an“, so Projektleiter Bruno Steinmann. Der 32-jährige Kulturwissenschaftler erschließt sich leidenschaftlich gern neue Welten. „Das will ich auch den Interessierten unserer „Uni der 3. Generation“ bieten, ganz entspannt und ohne Leistungsdruck“, ergänzt der vielseitig interessierte und gut vernetzte Bremer.

Teilnehmerzahlen weiter auf hohem Niveau

Seit dem Neustart der „Universität der 3. Generation“ im Frühjahr 2012 wuchs die Teilnehmerzahl jedes Semester. Vom Herbstsemester 2013 mit der erfreulichen Anzahl von 450 Studierenden stieg die Zahl zum Sommersemester 2015 auf beachtliche 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dieser Erfolg ist im vergangenen Herbstsemester 2015 noch einmal übertroffen worden. Für Projektleiter Bruno Steinmann steht fest: „Unser Zielpublikum nimmt die Veranstaltungsangebote, die wir unterbreiten, sehr gut an. Das ist ein großes Kompliment an unser Projekt und vor allen Dingen an das Engagement unserer Dozentinnen und Dozenten“. Denn die „Universität der 3. Generation“ gibt kompetenten Menschen die Gelegenheit, den eigenen wertvollen Wissensschatz, auf ehrenamtlicher Basis weiter zu geben. Erfahrungen und Interessen können auf diese Weise weiter genutzt werden und sind Antriebsfeder für bürgerschaftliches Engagement. Wer sich als Dozentin oder Dozent einbringen möchte, ist stets sehr willkommen.

Ähnliche Konzepte für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase, die Interesse haben, sich auf hohem Niveau weiterzubilden, gibt es bereits in Polen, Spanien und Frankreich. In Deutschland ist diese Form einer „Universität der 3. Generation“ einzigartig. Gefördert wird sie vom AWO Kreisverband Hansestadt Bremen e.V. und dem Verein Aktive Menschen Bremen e.V. (AMeB) und der Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe. Es gibt zahlreiche Kooperationspartner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, wie den DGB, die Wilkens Silbermanufaktur, DHL, das Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven, die Bremer Kunsthalle, Radio Bremen, die Stadtbibliothek Bremen und viele mehr.

Ein Artikel des bundesweit erscheinenden AWO-Journals (Ausgabe 1/2014), den Sie hier herunterladen können, vermittelt Ihnen einen guten Einblick in das Bildungsprojekt für ältere Menschen.

Das Sommersemester-Programm 2016 können Sie hier herunterladen, bzw. kostenlos telefonisch oder per Mail anfordern.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und wünschen ihnen viel Freude mit dem vielfältigen Angebot.

Kontakt:
Bruno Steinmann, Projektleitung „Universität der dritten Generation“
Telefon 0421–79 02–57
E-Mail: uni-der-dritten-generation[at]awo-bremen.de

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