Community-Links

Von Menschen
Für Menschen...

Hauptmenü

Sie befinden sich hier:

„Respekt Coaches“ wollen Jugendliche stärken

Fast jede Schule in Deutschland hat Probleme mit Ausgrenzung. Außerdem häufen sich Fälle von Gewalt und religiösem Mobbing. Deshalb hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey das Programm „Respekt Coaches“ ins Leben gerufen. Das Präventionsprogramm unterstützt Schulen dabei, Toleranz und Demokratieverständnis zu fördern und Hass und Gewalt gegenüber Andersgläubigen einzudämmen. Die Jugendmigrationsdienste (JMD) setzen das Programm vor Ort mit den Schulen und verschiedenen Trägern um. Beim JMD der AWO Bremen gibt es seit diesem Jahr sechs „Respekt Coaches“.

Perspektiven aufzeigen

 "Lass uns reden – reden bringt Respekt!" – so lautet das Motto der bundesweit mehr als 200 Respekt Coaches, von denen allein 40 bei der AWO angesiedelt sind. Die speziell geschulten Sozialarbeiter*innen arbeiten gemeinsam mit Schulen daran, jungen Menschen Lebensperspektiven aufzuzeigen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und so eine Radikalisierung zu verhindern.

Gesellschaft mitgestalten

Die sechs Respekt Coaches, die seit Mitte 2018 beim JMD der AWO Bremen angedockt sind, arbeiten in den Stadtteilen Mitte, West, Ost, Bremen-Nord und in Bremerhaven. Sie haben an unterschiedlichen Schulen bereits vielfältige Projekte ins Rollen gebracht. Eines dieser Projekte heißt zum Beispiel „Post the news“. Dabei produzieren Schüler*innen der Gesamtschule Bremen Ost in Zusammenarbeit mit einer Agentur eine eigene Nachrichtenausgabe. Eine weitere Aktion dreht sich um „Vielfalt in Europa“ und besteht aus mehreren Bausteinen: einem EU-Planspiel in der Bremer Bürgerschaft, einer Stadtrally sowie einer Bildungsfahrt ins Europäische Parlament nach Brüssel. In anderen Maßnahmen befassen sich die Jugendlichen unter anderem mit Tanz, Theater, kreativem Schreiben, Medien oder Demokratie. Ob „Vom Klassenrat zum Schüler*innenparlament“ oder „Rap und Tanz machen stark“ - die Schüler*innen sollen unabhängig von ihrer sozialen, religiösen und kulturellen Herkunft lernen, Gesellschaft, Medien und Politik mitzugestalten.

Große Resonanz an den Schulen

Insgesamt hat das Land Bremen acht Respekt Coaches, davon sind sechs bei der AWO Bremen angestellt. Ihre Arbeit läuft in enger Zusammenarbeit mit der Senatorin für Bildung. „Die Resonanz an den Schulen ist überaus positiv, sowohl von den Schüler*innen als auch von den Lehrer*innen“, sagt Herbert Lüken, Leiter des Fachdienstes Migration und Integration bei der AWO Bremen. Beachtenswert sei, so Herbert Lüken, was die Respekt Coaches in kürzester Zeit bewegt haben. Für 2019 ist das Programm finanziell gesichert, berichtet der Fachbereichsleiter, und läuft aller Wahrscheinlichkeit auch danach noch weiter.

Foto: Moves gUG ©

nach oben