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Erstes Heinrich-Albertz-Symposium am 28. Januar in Bremen

Heinrich Albertz (1915-1993) zählt zweifelsfrei zu den verdienstvollen Persönlichkeiten unseres Landes. Um an sein Wirken und sein Engagement für Frieden und Sozialstaat zu erinnern, laden der AWO Landesverband Bremen e.V. und die Bremische Evangelische Kirche am 28. Januar 2019 um 19 Uhr zum neu etablierten Heinrich-Albertz-Symposium in Bremen ein. Es findet in der Kulturkirche St. Stepani Bremen statt. Der Eintritt ist frei.

Das Symposium setzt sich mit aktuellen Fragen zu den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen sowie den Herausforderungen der Gegenwart auseinander. Hauptredner ist Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Begrüßung erfolgt durch den Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche Pastor Renke Brahms. Jens Böhrnsen, Bürgermeister a.D. der Freien Hansestadt Bremen, wird die Veranstaltung moderieren. Dr. Uwe Lissau, Vorsitzender des AWO Landesverbands Bremen e.V., hält das Schlusswort. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Informationen zu Heinrich Albertz

Er war ein leidenschaftlicher Vertreter für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz. Als Bundesvorsitzender der AWO prägte Heinrich Albertz die Arbeiterwohlfahrt von 1949 bis 1965 in besonderer Weise. Als Sohn eines evangelischen Theologen wurde Albertz am 22. Januar 1915 in Breslau geboren. Er wuchs in einer frommen Familie auf und studierte in Breslau, Halle und Berlin Theologie. Als Pfarrer und engagiertes Mitglied der Bekennenden Kirche wurde Heinrich Albertz in der Nazizeit mehrfach verhaftet. Nach dem Krieg ging er in die Politik und wurde zunächst Flüchtlings- und später Sozialminister (SPD) in Niedersachsen. 1955 holte Willy Brandt ihn nach Berlin. Dort stieg er vom Senatsdirektor zum Innensenator auf und wurde im Dezember 1966, als Nachfolger Willy Brandts, regierender Bürgermeister. 1967 verlor er aufgrund der Unruhen um den damaligen Schah-Besuch den Rückhalt in Partei und Parlament, trat von seinem Amt zurück und arbeitete wieder in seinem Beruf als Pfarrer. Seine Rolle während der Auseinandersetzungen beim Schah-Besuch hat er später rückblickend selbst sehr kritisch beurteilt. Heinrich Albertz blieb eine gewichtige politische Stimme, indem er zu einem der profiliertesten Köpfe der Friedensbewegung wurde. 1986 verließ er Berlin und zog mit seiner Ehefrau in ein Altenwohnheim nach Bremen, wo er am 18. Mai 1993 verstarb.

Zum 100-jährigen Jubiläum der Arbeiterwohlfahrt haben sich der AWO Landesverband Bremen e.V. und die Bremische Evangelische Kirche zusammengefunden, um in Bremen ein Heinrich-Albertz-Symposium zu etablieren. Das Symposium wird jährlich mit wechselnden Schwerpunkten stattfinden.

Heinrich-Albertz-Symposium 01|2019

Montag, 28. Januar 2019 | 19 Uhr | Kulturkirche St. Stephani Bremen | Stephanikirchhof 8 | 28195 Bremen 

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