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Gedenken an eine große Persönlichkeit

Die Arbeiterwohlfahrt gedachte in Bremen ihrem ehemaligen Bundesvorsitzenden, dem bundesweit bekannten Politiker und Friedensaktivisten Heinrich Albertz. Am Grab von Heinrich Albertz auf dem Friedhof in Horn versammelten sich an dessen 25. Todestag neben dem Präsidiumsvorsitzenden der AWO Wilhelm Schmidt, auch der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, die Bremer Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz Prof. Dr. Eva Quante-Brandt sowie der Vorsitzende des AWO Landesverbandes Bremen Uwe Lissau und legten Kränze nieder. Am Gedenken am 18. Mai 2018 nahmen zahlreiche Gäste teil, darunter der Bremer Bürgerschaftspräsident Christian Weber und die Präsidentin der AWO Bremen, Eva Maria Lemke-Schulte.

Grundüberzeugungen der AWO gelebt

Von 1949 bis 1965 war Heinrich Albertz Bundesvorsitzender der AWO, die er in besonderer Weise prägte. „Er war ein leidenschaftlicher Vertreter für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz“, erklärte der amtierende Präsidiumsvorsitzende der AWO Wilhelm Schmidt. Mit der Vergabe des Heinrich-Albertz-Friedenspreises rufe die Arbeiterwohlfahrt sein Wirken immer wieder in Erinnerung, so Schmidt.

Vom Politiker zum kritischen Pfarrer

Albertz wurde am 22. Januar 1915 in Breslau geboren. Als Pfarrer und engagiertes Mitglied der Bekennenden Kirche wurde er in der Nazizeit mehrfach verhaftet. Nach dem Krieg ging Albertz in die Politik, wurde zunächst Flüchtlings- und dann Sozialminister (SPD) in Niedersachsen und später, als Nachfolger Willy Brandts, regierender Bürgermeister in Berlin. 1967 vollzog er aufgrund der Unruhen um den damaligen Schah-Besuch eine tiefgreifende politische Wende, trat von seinem Amt zurück und arbeitete wieder als Pfarrer. Heinrich Albertz blieb jedoch eine gewichtige politische Stimme, indem er zu einem der profiliertesten Köpfe der Friedensbewegung wurde. 1986 verließ er Berlin aus familiären Gründen und zog nach Bremen, wo er am 18. Mai 1993 verstarb. Heinrich Albertz wurde für seine Verdienste mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem großen Bundesverdienstkreuz und der Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt.

Gedanklicher Begleiter

Für Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt, die am Grab von Heinrich Albertz Gedenkworte sprach, war Albertz ein wichtiger gedanklicher Begleiter, der sie zu Zeiten der Friedensbewegung auch politisierte. Das Entscheidende sei seine Haltung gewesen, so Quante-Brandt. „Sein Standpunkt und in welche Richtung er Friedenspolitik gesehen hat, wurde immer klar.“ Heinrich Albertz, der viele Schriften hinterlassen und sich durch Reden immer wieder ins Gemeinwesen einbrachte, wäre auch heute noch ein guter Ratgeber.

 

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